| Für jeden Besitzer eines kleinen Olivenhains stellt sich jedes Mal vor Erntebeginn die bange Frage, wie er die immense Arbeit bewältigen kann. Arbeitskräfte sind zu teuer und der Preis, den die Landwirte von den Cooperativas für ihre Oliven bekommen, ist kaum kostendeckend (Ende 2008 waren es nur magere 22 bis 24 Cent/Kilo Oliven der Handelsklasse Ia). |
Um die unbezahlbar hohen Lohnkosten zu sparen, versammeln sich im Süden rund um den Jahreswechsel die Familien der Bauern, um bei der Olivenernte zu helfen. Selbst Angehörige, die
weit entfernt von ihrem Pueblo Arbeit gefunden haben,
kommen zu dieser
Gelegenheit in ihr Heimatdorf zurück.
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Gemeinsam pflücken sie dann die Früchte in Capazos, essen zusammen auf dem Campo und bringen die Ernte zur Mühle. Die Zeiten, in denen spanische Gastarbeiter nach Deutschland kamen um Arbeit zu suchen, gehören längst der Vergangenheit an. |
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Bis 2008 ging „der Zug“ in die andere Richtung. Viele Familien kehren Deutschland den Rücken und suchen Arbeit im sonnigen Süden. Realistische Schätzungen gehen davon aus, dass in ganz Spanien über eine halbe Million Deutsche sesshaft sind. Noch einmal genauso viele wollten lt. Umfragen nach Spanien emigrieren -Auswandern XXL - doch die Wirtschaftskrise in Spanien brachte die Auswanderungswelle jäh zum Stoppen.
| Da Spanien weiterhin das liebste Urlaubsziel der Deutschen ist, entstand in den letzten Jahren parallel zum reinen „Sol y Playa“-Urlaub eine weitere Alternative: der Turismo rural, also der ländliche Tourismus. Private Vermieter bieten im Hinterland teilweise sehr stilvoll renovierte Häuser an und verdienen sich dadurch ein Zubrot zu den Erträgen aus der Landwirtschaft. |
Für den aktiven Urlauber bietet sich hier die Gelegenheit in Ruhe zu entspannen und Land und Leute kennen zu lernen. In der klaren Bergluft zwischen 400 und 1400 m Höhe lässt es sich herrlich wandern. Die Landesregierung in Valencia hat eine Menge getan, um die Wanderwege zu beschildern und begehbar zu machen. Viele dieser Pfade führen zu Olivenhainen, die fast bis an die Baumgrenze reichen. Sie werden von
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dem herrlichen Panoramablick dort oben begeistert sein! Andere Wege führen von Ort zu Ort, wo es Bars gibt, in denen Sie zur Mittagszeit ein landestypisches Essen einnehmen können.
| Selbst einige Strandurlauber nutzen inzwischen die Gelegenheit und verbringen zur Abwechslung den einen oder anderen Tag als Erntehelfer in den Olivenhainen. Dazu laden wir alle herzlich ein, die einem Arbeitstag in der wunderschönen Berglandschaft nicht abgeneigt sind. |
| Unsere Olivenernte beginnt in der zweiten Novemberwoche, unsere Mandellese findet im September statt. Zu beiden Ernten bieten wir Ihnen die Gelegenheit, mit uns zusammen in der freien Natur zu arbeiten, sofern in der Gruppe noch Platz ist. Die Verpflegung wird von uns gestellt |
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(ein zünftiges Picknick oder Barbacoa und Getränke), für die eigene An- und Abreise muss allerdings selbst gesorgt werden (die Küstenentfernung, z.B. von Moraira oder Jávea aus, beträgt ca. 60 km, die Fahrtzeit ca. 1 ¼ Std., Fahrgemeinschaften!), jedoch sind wir auch Anreisenden, die weiter entfernt wohnen, bei der Suche nach Unterkunft in |
der Nähe gern behilflich!

Wenn Sie also Lust verspüren sollten, selbst einmal diese Erfahrung zu machen, können Sie gern per Email mit uns Kontakt aufnehmen und die Einzelheiten erfragen. Unsere Olivenernte beginnt immer Anfang November. Impressionen aus den Jahren 2005 bis 2008 finden Sie in unserer Fotogalerie. Unsere Bildergalerie wurde in den letzten Jahren nicht mehr ergänzt, es fehlt uns leider die Zeit dazu, aber Spaß und Freude kommen nie zu kurz.

Wir hatten im November 2006 viele Erntehelfer, doch ohne den unermüdlichen Einsatz von Ina aus Rendsburg, Marcel aus der Schweiz und Annette, die aus der Gegend von Soest kommt, hätten wir die Ernte nicht in so kurzer Zeit bewältigen können. Hier "unser Stamm-Trio" (von links nach rechts) am 18. November 2006.
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